Regeländerungen für Torhüter ab dem 01. Juni 2019

Es ist zum Haare raufen. Die IFAB ( international Football Association Board) hat zum 01.06.2019 Regeländerungen beschlossen.

Die betreffen auch alle Torwarttrainer und Torhüter.

Abstoß und Freistoß im eigenen Strafraum: Der Ball muss nicht wie bisher den Strafraum verlassen, bevor ein Mitspieler ihn annehmen darf. Dadurch war bisher ein Zeitspiel möglich, da Abstoß oder Freistoß wiederholt werden müssen. Eine vorgetäuschte Unachtsamkeit brachte dabei bislang einige Sekunden ein. Auch das wird eine optische Änderung mit sich bringen, denn nun ist ein „kurzer Abstoß“ im Strafraum denkbar. Gegnerische Spieler müssen sich dabei immer außerhalb des Strafraums aufhalten. Wenn die Distanz beim Freistoß zur Strafraumgrenze kleiner als 9,15 Meter ist, so sind die 9,15 Meter Abstand einzuhalten.

Strafen für Offizielle: Noch eine optische Sache für mehr Transparenz: Der Schiedsrichter wird Vereinsoffiziellen auf der Bank wie beispielsweise Trainern mit gelben und roten Karten signalisieren, wenn er sie verwarnt oder aus dem Innenraum verweist. Spannendes Detail: Kann der Übeltäter nicht identifiziert werden (z.B. Co-Trainer, Fitnesstrainer, Pressesprecher), bekommt automatisch der Cheftrainer die Strafe.

Torwart beim Elfmeter: Der Torwart muss künftig nur noch einen Fuß auf Höhe der Torlinie haben, nicht beide. Damit soll den Torhütern klarer gemacht werden, welchen Bewegungsspielraum sie bei einem Elfmeter haben. Zudem werden solche Situationen für den Schiedsrichter und den Video-Assistenten leichter zu bewerten sein.

Schiedsrichterball: Hier gibt es einige Änderungen: Wenn der Schiedsrichter das Spiel unterbricht und mit einem Schiedsrichterball fortsetzt, spielt er künftig einem Spieler der Mannschaft den Ball zu, die zuletzt am Ball war. Ausnahme ist der Strafraum, hier bekommt ihn der Torwart zugespielt. Eingeführt wurde ein Abstand von vier Metern für alle anderen 21 Spieler. Auch neu: Wird der Schiedsrichter oder ein Assistent getroffen, soll es Schiedsrichterball geben – aber nur dann, wenn aus dem Ballkontakt ein Tor, eine Torchance oder ein Ballbesitzwechsel hätte entstehen können. Der Grundsatz „Der Schiri ist Luft“ gilt dann nicht.

Änderungen gelten ab dem 1. Juni 2019

Die Änderungen gelten ab dem 1. Juni 2019. Auch wenn das Finale der Champions League in Madrid an diesem Tag ausgetragen wird, gelten dort die bisherigen Regeln – laufende Wettbewerbe werden bis zu ihrem Ende so ausgetragen. Die ersten größeren Wettbewerbe mit den neuen Regeln sind die Frauen-WM (ab 7. Juni), die Copa America (ab 14. Juni) sowie der Gold Cup und der Afrika-Cup (beide ab 15. Juni).

Sämtliche Vorschläge waren im Vorfeld von allen Beteiligten in vorbereitenden Sitzungen des IFAB gemeinsam erarbeitet worden – ihre Annahme galt daher als wahrscheinlich.

 

Quelle: Sportschau